Nach unserem ereignisreichen Tag auf den Florida Keys erreichen wir am Abend Key West und ein Hotel, auf das ich mich besonders freue.

Florida Keys

In Key West haben wir uns für das kleine, feine Marquesa Hotel entschieden. Es liegt super zentral im Old Town District und ist nur zwei Querstraßen von der belebten Duval Street entfernt. Von dem Trubel bekommt man hier allerdings nichts mit. Die grüne Oase ist voll von Palmen, Hibiskuspflanzen, Orchideen und mittendrin plätschert ein kleiner Wasserfall. Das süße Hotel besteht aus vier pastellfarbenen Gebäude mit gestreiften Markisen in denen 27 Zimmer untergebracht sind. Unser Zimmer ist in der zweiten Etage mit Blick auf den wunderschön gestalteten Garten.

Beim Check-In werden wir unglaublich freundlich empfangen, mit kalten Getränken und vielen Tipps versorgt. Erschöpft von einem heißen und langen Tag kühlen wir uns erst einmal im Pool ab. Als uns dann etwas kalt wird, wechseln wir in den beheizten Pool. Hach, was geht es uns gut!

Beheizter Pool Marquesa Hotel

Im zum Hotel gehörenden Restaurant Café Marquesa werden wir verwöhnt. Es gibt Thunfisch mit Algensalat als Vorspeise und Lammrücken mit Ziegenkäse-Kruste, Couscous und Brokkoli als Hauptgang. Es schmeckt fantastisch! Der Nachtisch – Key Lime Napoleon mit Früchten und Beeren – ist der krönende Abschluss!

Am nächsten Morgen steht am Pool Kaffee und Tee bereit – für mich als Junkie perfekt. Mit meiner Dosis setze ich mich auf die Terrasse und arbeite ein bisschen. Dafür, dass das Hotel so zentral liegt ist es hier wirklich unglaublich ruhig. Dass hier nur Gäste ab 14 Jahre erlaubt sind, spielt dabei vielleicht auch eine Rolle. Ich könnte ewig in dieser grünen Oase sitzen. Aber natürlich verlassen wir das Hotel dann doch noch und dank der Infos vom Vortag ist unsere Erkundungstour durch Key West jetzt noch ein Stück länger.

Marquesa Hotel, Key West

Unser erstes Ziel ist etwas ungewöhnlich; wir gehen auf den Friedhof. Die Bewohner von Key West sind ja ein bisschen eigen und das auch bei der Gestaltung der Grabsteine. Sprüche wie „I told you i was sick“ und „At least I know where he’s sleeping tonight“ soll es hier zu finden geben. Bei brütender Hitze suchen wir den weitläufigen Friedhof fast eine Stunde lang hartnäckig ab und trotzdem ist unsere Ausbeute mager. Wer nicht allzuviel Zeit hat, sollte sich den Key West Cemetery lieber schenken.

Vom Friedhof laufen wir knapp eine Meile zur Südküste der Insel. Dort stehen die Reste des West Martello Towers, einer kleinen Festung von 1862. Der gemeinnützige Key West Garden Club hat sich ihrer angenommen und um sie eine Grünanlage mit Orchideen- und Schmetterlingsgarten angelegt. Für Pflanzenfreunde lohnt sich der Besuch. Der Eintritt ist kostenfrei, um Spenden wird gebeten.

Weiter geht es zum südlichsten Punkt des Festlandes der USA. Dort steht eine große Boje die anzeigt, dass es noch 90 Meilen bis nach Kuba sind. Ein Muss bei einem Key West Besuch.

90 Meilen bis Kuba

Gleich um die Ecke, auf der Duval Street sind Schmetterlinge zu Hause. Im Key West Butterfly & Nature Conservatory flattern die bunten Schönheiten durch ein Tropenparadies. Ich weiß nicht ob es an der friedlichen Atmosphäre liegt oder an der leisen Musik, aber der Besuch ist einfach gut fürs Gemüt! Ich dachte, dass ich mich hier nicht lange aufhalten könnte, weil es zu schwül wäre, aber die Luft ist angenehm. Neben Schmetterlingen gibt es noch exotische Vögel zu beobachten und Schildkröten.

Zeit für eine Stärkung! An Panini Panini auf der Duvall Street 1075 können wir uns noch von unserem ersten Key West Besuch erinnern. Für amerikanische Verhältnisse ist der Laden etwas teuer, dafür werden die Panini frisch zubereitet. Ich esse ein Sandwich mit Prosciutto, Ziegenkäse und Ruccola. Lecker!

Und auch der Eisladen an der Ecke Duvall Street/Virginia Street ist uns in Erinnerung geblieben. Mit selbstgemachter Eiscreme in der Hand schlendern wir zum nächsten Stopp auf unserer Key West Tour, dem Hemingway Haus und Museum auf der Whitehead Street 907. Hier hat der berühmte Schriftsteller mehr als 10 Jahre gelebt. Für 13 Dollar Eintritt kann man das Haus mit den spanischen alten Möbeln besichtigen und während der inbegriffenen Tour erfährt man noch ein bisschen mehr über das Leben und die Eigenarten des Schriftstellers. Wer das Hemingway Haus auf eigene Faust erkunden will, kann nach einem Skript fragen, das es auch in deutsch gibt.

Vom Hemingway Haus laufen wir die Whitehead Street hoch bis zur Ecke Fleming Street. Dort geht der U.S. Highway 1 zu Ende, was der 0 Mile Marker anzeigt. Ebenfalls ein typisches Key West Fotomotiv!

Zwei Blocks weiter auf der Whitehead St. Ecke Caroline St. befindet sich das Truman Gate, das zum Truman Little White House führt. Nur mit einer Führung darf man die ehemalige Winterresidenz des Präsidenten Truman betreten. Die Führung wurde uns ans Herz gelegt, wir sind uns allerdings unsicher, da unser Bezug zu den amerikanischen Präsidenten ja nicht so groß ist. Die Entscheidung wird uns abgenommen; wir schaffen es nicht mehr an der Tour teilzunehmen, weil wir Tickets für einen Sunset Sail haben.

Mit dem Segelschiff America 2.0 von Harbour Classic Line werden wir in den Sonnenuntergang segeln. Mit 85 Dollar pro Person ist diese Tour kein billiges Vergnügen, aber jeden Cent wert. Im Preis sind Getränke wie Bier, Wein, Champagner und Alkoholfreies sowie Snacks enthalten. Mit der Käseplatte und den Cocktail-Shrimps stimmt das Preis-Leistungs-Verhältnis. Wir haben eine tolle Zeit an Bord und werden aufmerksam versorgt. Die Stimmung ist ganz locker, der Kapitän unterhält sich mit seinen Gästen und wir dürfen auch mal steuern. Und obwohl es fast nicht danach aussieht, verziehen sich in letzter Minute die Wolken und wir erleben einen schönen Sonnenuntergang.

Sunset Sail, Key West

Sunset Sail, Key West

Den Sonnenuntergang in Key West erlebt man entweder auf einem Boot oder man lässt am Sunset Pier beim Mallory Square den Tag zu Ende gehen. Nach unserem Segeltörn schlendern wir über den Mallory Square mit seinen Ständen, Straßenkünstlern und Souvenirläden. Hier ist auch das Shipwreck Museum und das Aquarium zu finden, Touren werden angeboten und der Old Town Trolley startet hier. Wir schlendern weiter die belebte Duval Street entlang. Bei The Conch Shack probieren wir Cronch Fritters – die Muschelkrapfen sind ein typisches Key West Gericht.

Ausklingen lassen wir den Tag mit einem Margarita im Jimmy Buffett’s Margaritaville und stoßen auf unsere entspannte Zeit in Key West an. Mit Erkundungstour, Sunset Sail und Marquesa Hotel war es ein rundum gelungener Aufenthalt. Über die Florida Keys geht es morgen zurück aufs Festland. Unser Florida-Roadtrip geht weiter: Das nächste Ziel sind die Everglades!

Margarita

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4 Kommentare

  1. Andrea Rest

    Hallo liebe Anja! Deine Reiseberichte sind immer sehr interessant! Sind übrigens gerade in Alaska mit der Kreuzfahrt unterwegs. Hatten heute den Ausflug mit Harv und Marv, Whalewatching und Gletscher! Dank deinen Tipps ein super schöner Ausflug! -:))) Liebe Grüsse Andrea

    • Vielen lieben Dank, Andrea! 🙂 Awww Whalewatching, da werden Erinnerungen wach, das war ein einmaliges Erlebnis! Habt noch ganz viel Freude auf der Kreuzfahrt! Liebe Grüße Anja

  2. Ein sehr schöner Bericht, Key West ist immer eine Reise wert. Wir sind auch schon mit der America gesegelt. Das war etwas ganz besonderes, weil wir mit sechs deutschen Touristen die einzigen Passagiere waren. Da hatte die Besatzung viel Zeit, sich um uns zu kümmern.

    • Vielen Dank! Wir waren das zweite Mal in Key West und finden es auch immer wieder schön dort. Toll, dass du auch eine gute Zeit auf der America hattest. Der Segeltörn war ein Highlight unseres Aufenthalts. Liebe Grüße, Anja

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