Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus! 🙂 Zwei Monate werden wir durch Südafrika reisen. 10 Tage davon verbringen wir im Krüger Nationalpark. Die unterschiedlichsten Unterkünfte und Abenteuer warten auf uns. Am Anfang erkunden wir den Park auf eigene Faust, dann übernachten wir in einer Lehmhütte sowie im Baumhaus mitten in der Wildnis und erleben Africa on Foot. Aber auch den Superluxus in der Tintswalo Safari Lodge werden wir genießen. Es wird nichts dem Zufall überlassen. Das Letzte was wir wollen ist, dass wir die Zeit nicht richtig genießen zu können, weil irgendetwas passiert. Die größte Sorge gilt da natürlich Malaria. Hier schreibe ich über unsere Vorbereitungen von Impfung, Malaria-Prophylaxe, Mückenschutz, geeignete Kleidung, beste Reisezeit und die Wahl der richtigen Unterkunft.

Bereit für Südafrika

Impfungen

4 Monate vor Reisebeginn und gerade noch rechtzeitig widmen wir uns dem Impfschutz. Wir nutzen die Gelegenheit für einen Rundumschlag und frischen auch vorhandene Impfungen auf. Hepatitis A/B, Polio, MMR (Mumps, Masern, Röteln) und Tollwut stehen an. Die Tollwut-Imfpung besteht aus 3 Impfungen, die über einen Zeitraum vom 3 Wochen (Tag 0, Tag 7 und Tag 21) gesetzt werden müssen. Außerdem sollte die Tollwut-Impfung 6 Wochen vor Reiseantritt abgeschlossen sein. Die Impfausweise packen wir mit ein.

Malaria/Prophylaxe 

Der Krüger Nationalpark ist Malariagebiet. Die Tropenkrankheit wird durch einen Mückenstich übertragen. Es gibt zwei Ansätze für den Umgang mit der Tropenkrankheit. Zum einen kann man ungeschützt ins Malariagebiet fahren und bei Aufkommen der Symptome wie Fieber, Schüttelfrost, Magenbeschwerden usw. einen Arzt aufsuchen oder mitgebrachten Malariaschutz verwenden. Wir haben uns für die zweite Variante, die Prophylaxe mit dem Medikament Malarone, entschieden. Unsere Recherche hat ergeben, dass Malarone das bestverträglichste Mittel ist. Damit ist es dann aber natürlich auch das teuerste. Für 12 Tabletten zahlen wir fast 60 Euro. Da die Einnahme einen Tag vor der Einreise ins Malariagebiet beginnen soll und noch eine Woche danach fortgeführt werden muss, benötigen wir pro Person zwei Packungen und zahlen insgesamt 240 Euro. Wir vertragen die Tabletten bis auf ein paar leichte Magenprobleme gut. Auf unserer Tour allerdings haben einige Einheimische berichtet, dass sie die Prophylaxe für nicht sinnvoll halten. Denn sollte es zu einem Malariafall kommen, können die Ärzte nicht feststellen, um welche Art von Malaria es sich handelt und die Krankheit ist schwerer zu behandeln. Würden wir es trotzdem wieder so machen? Da gehen hier die Meinungen auseinander. Sven würde wahrscheinlich beim nächsten Besuch einfach die Tabletten einpacken und nur bei ersten Anzeichen mit der Behandlung beginnen. Das käme für mich nicht in Frage, weil ich keine Lust hätte, ständig darauf zu achten, ob ich irgendwelche Symptome aufweise. Irgendwann würde ich mich wahrscheinlich auf jeden Fall krank fühlen. Von daher würde ich auch beim nächsten Besuch die Prophylaxe wieder wählen und die Zeit unbeschwert genießen.

Mückenschutz

Vor Malaria kann man sich durch lange Kleidung und Moskitospray gut schützen. Bei uns hat sich das Hautspray Nobite mit dem Wirkstoff Deet bewährt. Es ist für Kinder unter 2 Jahren nicht geeignet, riecht sehr streng und ist aggressiv, aber wirkungsvoll. Unsere Kleidung haben wir mit Nobite speziell für Kleidung eingesprüht. Nobite haben wir bequem online bestellt. Nachdem wir alle Hosen und Oberteile besprüht hatten, mussten wir das Hotelzimmer erst einmal gut lüften. Mit unserer Kombination aus Haut- und Kleidungsschutz haben wir uns sicher gefühlt und es hat sich keine Mücke auch nur in unsere Nähe gewagt.

Africa on Foot

Kleidung

Keine Safari ohne Safarihut. 😉 Um das Malariarisiko zu minimieren, sollte man lange Kleidung tragen. Daran haben wir uns – auch bei 30 Grad – gehalten und sind gut damit gefahren. Für unsere Safari-Garderobe haben wir uns im Jack Wolfskin Store beraten lassen und dünne, lange Kleidung gefunden, die uns dann in Verbindung mit dem Nobite Spray perfekt geschützt hat. Eine wichtige Rolle hat dabei auch das Gewicht gespielt. Bei 2 Monaten Roadtrip muss man clever packen. Hier unsere Einkaufsliste:

Hosen: Canyon Zip Off Pants in der Farbe siltstone für Sven und Marrakech Zip Off Pants in grau für mich. Beide sind sehr leicht, bequem, atmungsaktiv, pflegeleicht und der Stoff hat einen Lichtschutzfaktor 40. Dass man die Beine abnehmen und eine kurze Hose daraus machen kann, war super praktisch für den weiteren Roadtrip durch Südafrika. Nach dem Waschen war sie superschnell wieder trocken.

Oberteile: Ray Flex Hemden für Sven in der Farbe burnt olive checks. Sie halten 98% der UV-Strahlung ab, leiten Feuchtigkeit nach außen und sorgen auch bei hohen Temperaturen für ein optimales Körperklima. Ich habe mich für ein langärmliges Sportoberteil, das Passion Trail Chill Halfzip entschieden. Das kann ich auch nach der Reise noch gut für den Sport benutzen. Es bietet ebenfalls zu 98% Sonnenschutz, kühlt, ist superleicht und trocknet schnell. Außerdem hat es mir noch ein Gecko Fleecepullover angetan. Die Farbe peacock blue ist mir im Geschäft sofort ins Auge gefallen und ich habe den leichten Pulli gern abends, wenn es in der Wildnis kühler wurde, einfach noch übergezogen. Da er fast nichts wiegt, ist er jetzt mein ständiger Reisebegleiter.

Kopfbedeckung: Neben einem normalen Basecap haben wir uns natürlich zwei Safarihüte gekauft. 🙂 Der Supplex Mesh Hat in olive brown ist leicht, luftdurchlässig und schützt uns in Gesicht und Nacken vor der Sonne! Er ist perfekt für die Game Drives. Bis zu 4 Stunden haben wir in den offenen Geländewagen gesessen und waren der Sonne ausgesetzt.

Mit seinen Grün- und Beigetönen hat Sven den perfekten Safari-Look, kann seine Sachen aber auch gut danach beim Wandern tragen. Ich war eher in grau unterwegs, nutze meine Kleidung jetzt auch in den Bergen und beim Sport.

Auf Safari im Krüger National Park

Reisezeit

Wir sind von Anfang bis Mitte März und somit zum Ende der Hauptsaison im Krüger Park unterwegs. In den südafrikanischen Sommermonaten (Oktober bis Februar) und vorallem im Dezember und Januar wird es voll, weil neben den vielen ausländischen Touristen auch die Südafrikaner selbst Urlaub machen. Dann kann es an den Eingängen zum Park schon mal zu langen Wartezeiten kommen. Und wenn sich 100 Autos um ein Nilpferd sammeln wird man nicht viel zu sehen bekommen. Im März war es schon bedeutend ruhiger, wir hatten zwar den ein oder anderen Regentag, dafür war der Park aber nicht völlig überlaufen. Im Übrigen ist Regen nicht unbedingt schlecht, weil die Tiere anfangen umherzustreifen, wenn er aufhört. Ich würde also den Herbst (März bis Mai) vorziehen.

Anreise

Von Johannesburg aus fahren wir über die N12 und N4 mit dem Mietwagen etwa 5 Stunden zum südlichsten Punkt des Krüger Parks. Die Mautstrecke ist gut ausgebaut. Pausen machen wir auf den größeren Rastplätzen. Es gibt aber auch Flugverbindungen. Der nächst größere Flughafen ist der Kruger Mpumalanga International Airport, südwestlich vom Park, daneben gibt es noch kleinere Flughäfen direkt im und nahe am Park die von Johannesburg aus angeflogen werden.

Unterkunft

In 10 Tagen im Krüger Nationalpark haben wir 5 verschiedene Unterkünfte getestet. Zunächst eine ganz „normale“ Lodge am südlichen Eingang, die perfekt war, um erste Erfahrungen zu machen, Tipps zu bekommen und den Park mit dem Mietwagen auf eigene Faust zu erkunden. Dann ging es in ein Hotel nach Hazyview, den sehr touristischen Teil nahe des Phabeni und Paul Kruger Gates. Weiter nördlich haben wir in privaten Game Reserves übernachtet und sind zu Game Drives aufgebrochen. Mit Jeep, Guide und Sucher wird man durch das Gelände gefahren und kann die Tierwelt genießen. Bei Africa on Foot haben wir dazu noch Walking-Touren gemacht und im Treetop Camp im Baumhaus übernachtet. Das absolute Highlight war der Aufenthalt in der 5 Sterne Tintswalo Safari Lodge. Und so lautet meine Empfehlung: Im Süden beim Malelane Gate oder Crocodile Bridge Gate außerhalb in einer Lodge übernachten, sich dort die ersten Infos holen und den Park mit dem Mietwagen selbst befahren. Danach eine Lodge im Park suchen mit Game Drives – vielleicht auch für die Mutigen eine einfache Lehmhütte mit Walking-Touren oder im Baumhaus übernachten – und zum krönenden Abschluss würde ich mir zwei Nächte in der Luxus Safari Lodge Tintswalo gönnen. Der Aufenthalt dort war märchenhaft! Es gibt auch Übernachtungsmöglichkeiten in Camps direkt im Park. Allerdings muss man diese weit im Voraus buchen und da sie seeehr einfach sein sollen, haben wir davon Abstand genommen.

Game Drive im Krüger National Park

Nicht vergessen

  • Malariatabletten
  • Fieberthermometer
  • Mückenschutz für Haut und Kleidung
  • Impfpass
  • Kopfbedeckung
  • zweiter Kamera-Akku
  • zweite Speicherkarte
  • Objektive bzw. Kamera mit Zoom
  • Insektenspray + (elektrische) Fliegenklatsche
  • schon vor dem Park mit ausreichend Wasser eindecken
  • Sonnencreme
  • Fernglas

Fehlt was? Dann lasst es mich wissen, um die Liste zu ergänzen.

Jetzt kann es losgehen! Nachdem all die Vorbereitungen abgeschlossen sind, können wir unser Safari-Abenteuer im Krüger Nationalpark unbeschwert genießen. Die Beiträge dazu findet ihr bald hier im Blog!

Elefant im Krüger National Park

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