Wenn die Wörter Überraschung und Reise aufeinandertreffen, kann es nur gut werden. Und so kam es, dass wir bei Wowtrip.de gelandet sind. Dort kann man sich eine Überraschungsreise in eine europäische Stadt zusammenstellen lassen. Man gibt den Abflugort, die Anzahl der Mitreisenden und die Dauer der Reise an. Im nächsten Schritt entscheidet man sich für einen Termin und hat die Möglichkeit, bestimmte Reiseziele auszuschließen. Daten eingeben, bezahlen und überraschen lassen.

48 Stunden vor Abflug kann man erfahren, wohin es geht. Oder man zögert die Überraschung bis zur letzten Sekunde hinaus und erfährt das Ziel erst am Flughafen. Für diese Variante haben wir uns entschieden und erhalten 2 Tage vor Reisebeginn nur die Wettervorhersage als kleine Hilfe zum Kofferpacken.

Wettervorhersage für ??
Terminal und Abflugzeit erfahren wir über den „Mein Wowtrip“-Zugang auf der Homepage. Den Check-In hat WowTrip ebenfalls für uns übernommen. Und so stehen wir am Flughafen Zürich und die Spannung steigt. Trommelwirbel: Es geht nach Lissabon! Ich bin völlig aus dem Häuschen, denn obwohl wir wirklich schon viel rumgekommen sind, haben wir es noch nicht in Portugals Hauptstadt geschafft.

Es geht nach Lissabon!
Unter „Mein WowTrip“ finden wir einen ausführlichen Reiseführer. Er gibt Tipps zu Sehenswürdigkeiten, Essen, Shopping, Nightlife und natürlich einige praktische Informationen. Wir landen in Lissabon und nehmen ein Taxi zu unserem Hotel. Das Behotelisboa liegt wunderbar zentral in einer Parallelstraße der Flaniermeile Rua Augusta im Herzen Lissabons in der Baixa (Unterstadt). Links und rechts erheben sich die Stadtteile Bairro Alto und Alfama.

Blick aus dem Hotelzimmer
So sehr wir uns auch über unser schönes Zimmer im 4-Sterne-Hotel freuen, wir wollen raus und Lissabon erkunden. Morgens ging unser Flug von Zürich und mittlerweile ist es Zeit für einen Lunch. Da stellt sich für uns in Metropolen immer die gleiche Frage: Gibt es hier ein Hard Rock Café? Die Antwort ist schnell gefunden und wir ziehen los.

Über die Rua Augusta gelangen wir zum Rossio, einem wunderschönen Platz mit zwei Bronzespringbrunnen, wo auch das Nationaltheater steht.

Weiter geht es in die Avenida da Liberdade, die „Champs-Elysée“ Lissabons mit den Designerläden. Hier befindet sich auch das Hard Rock Café. Bei Burger und Nachos planen wir die nächsten zwei Tage. Wie es aussieht, ist Lissabon eine dieser Städte, die man am besten zu Fuß erkundet. Auf jeden Fall sollten wir uns die drei beliebtesten Stadtteile Baixa (wo unser Hotel liegt), Bairro Alto und Alfama anschauen. Da Bairro Alto und Alfama auf Hügeln liegen, wird es wohl munter hoch und runter gehen.

Frisch gestärkt ziehen wir los. Eigentlich sollte zwischen der Unterstadt und der Oberstadt Bairro Alto die Standseilbahn Elevador da Glória verkehren und uns zur Aussichtsterrasse Miradouro de São Pedro de Alcântara führen. Allerdings fährt sie heute nicht und die Wagen wirken auch nicht wirklich fahrbereit, also nehmen wir schon die erste Steigung zu Fuß.

Oben angekommen, bietet sich uns ein fantastischer Blick auf Lissabon. Wir können hinüber nach Alfama mit dem Castelo de São Jorge schauen.

Blick vom Miradouro de São Pedro de Alcântara
Bei der Aussichtsterrasse befindet sich ein kleiner Park mit Marktständen. Hier werden Souvenirs und portugiesische Köstlichkeiten angeboten – unter anderem auch die für Lissabon typischen Pastéis de Nata. Die Blätterteigtörtchen mit Vanillefüllung sind sündhaft gut und es waren mit Sicherheit nicht unsere letzten auf diesem Trip.

Wir lassen uns durch das Gassengeflecht von Bairro Alto (der Oberstadt) treiben, bewundern die mit Fliesen verzierten Häuserwände und erfreuen uns an den alten, gelben Straßenbahnwagen, die durch die Straßen tuckern und das Bild von Lissabon prägen.

Unser Weg führt hinunter zur Markthalle Mercado da Ribeira. Hier ist der Time Out Market zu finden; ein richtiger Gourmet-Tempel. An mehr als 40 Ständen werden portugiesische Speisen und zum Teil ausgefallene Köstlichkeiten angeboten. Dazu kommen Bars und ein paar Shops. Wir müssen unbedingt noch einmal wiederkommen, wenn wir hungrig sind.

Time Out Market
Unser Rückweg führt am Fluss Tejo entlang über den sich die imposante Brücke Ponte 25 de Abril spannt. Auf der gegenüberliegenden Seite in Almada steht eine 28 m hohe Christus-Statue. Die Leute genießen den lauen Sommerabend am Fluss, sitzen entspannt auf den Kaimauern, in den Restaurants oder lümmeln sich in Liegestühlen. Hier starten auch Bootstouren.

Tejo, Lissabon
Tejo, Lissabon
Unser erster Tag endet an der Praça do Comércio (Handelsplatz), wo auch der prächtige Triumphbogen Arco da Rua Augusta steht. Wir laufen hindurch und gelangen wieder zur Rua Augusta mit ihren Restaurants, Shops und vorallem Bäckereien. Auch hier gibt es die leckeren Pastéis de Nata. 😉

Tag 2 in Lissabon beginnt mit einem feinen Frühstück im Hotel. Nachdem wir uns gestern die Stadtteile Baixa und Bairro Alto angeschaut haben, werden wir heute Alfama mit dem Kastell erkunden. Schon von der Aussichtsterrasse in Bairro Alto haben wir die Festung hoch oben thronen sehen. Das heißt es geht bergauf. Im Hotel erklärt man uns, dass man mit der Linie 28 nach oben gelangt oder eben zu Fuß. Clever wie wir sind, entdecken wir die „geheimen“ Fahrstühle! Auf einem Haus in der Rua dos Fanqueiros finden wir die Aufschrift Elevador Castelo und tatsächlich gibt es in dem Haus Fahrstühle, die uns schon ein ganzes Stück nach oben bringen.

Elevador Castelo
Dort befindet sich eine Aussichtsterrasse, die einen schönen Blick auf die Stadt freigibt. Läuft man dann ein kleines Stück bergauf, kommt man zu einem Supermarkt. Hier befindet sich Fahrstuhl Nr. 2., ebenfalls mit der Aufschrift Elevador Castelo. Oben angekommen sind es gerade noch ein paar wenige Meter hinauf bis zum Eingang der Burg. Der Weg führt an einem Konservenladen vorbei. Fisch in der Dose, vorallem Sardinen, sind in Portugal sehr beliebt.

Fischkonservengeschäft in Lissabon
Die Festung Castelo de São Jorge wurde im 11. Jahrhundert von den Mauren gebaut und im Anschluss bis zum 16. Jahrhundert als Königspalast genutzt. Beim großen Erdbeben von 1755 wurde die Burg fast vollständig zerstört. Heute kann man Türme, Burggraben und Ausgrabungen besichtigen. Außerdem gibt es eine Camera obscura, die es mit Linsen und Spiegeln möglich macht, die Stadt in Echtzeit zu beobachten. Von der Burg hat man zudem einen tollen Blick auf die Stadt.

Im Anschluss erkunden wir Alfama, den ältesten Stadtteil Lissabons mit den malerischen Gassen. Dabei entdecken wir das Kloster São Vicente de Fora, die Kirche der heiligen Engrácia, die als Pantheon genutzt wird, und die Catedral Sé Patriarcal, die älteste Kirche der Stadt. Wir nehmen noch einmal den Weg bis zum Time Out Market auf uns, um dort ein portugiesisches Steak-Sandwich (Prego) zu essen.

Am Abend ziehen wir los, um das nächtliche Lissabon zu erleben. Dafür geht es wieder in den Bairro Alto hinauf. Mittlerweile sind wir schon ein bisschen geübt mit den versteckten Fahrstühle und so erspart uns der Fahrstuhl bei H&M einige Höhenmeter. Wir schlendern über die Einkaufsstraße Rua Garett, bevor wir uns in den kleinen Straßen ins Getümmel stürzen. Hier gibt es unzählige Restaurants und Bars, die Menschen genießen draußen ihr spätes Abendessen und Fado-Klänge (ein portugiesischer Musikstil) ziehen durch die Straßen.

Bevor am Nachmittag des 3. Tages unser Rückflug geht, schauen wir uns vormittags noch den Torre de Belém (Turm von Belém) und das Denkmal der Entdeckungen am Ufer des Tejo im Stadtteil Belém an. Mit der Straßenbahnlinie 15 kann man es vom Handelsplatz aus in einer 45-minütigen Fahrt erreichen. Da uns etwas die Zeit drängt, nehmen wir ein Uber.

Der Turm von Belém wurde zur Begrüßung der ankommenden Schiffe gebaut, diente als Leuchtturm und zusammen mit einem heute nicht mehr existierenden Zwillingsturm auf der gegenüberliegenden Seite zur Abwehr vor feindlichen Schiffen.

Torre de Belém, Lissabon
Dem Denkmal der Entdeckungen (Padrão dos Descobrimentos) nähern wir uns vom Torre de Belém aus zu Fuß. Der 52 Meter hohe Betonbau wurde 1960 eröffnet und zeigt neben Heinrich dem Seefahrer 32 weitere wichtige Persönlichkeiten aus dem Zeitalter der Entdeckungen im 15. und 16. Jahrhundert.

Mit dem Uber geht es auch zurück in die Baixa. Dort essen wir auf einem kleinen Marktplatz noch ein Sandwich mit Chorizo, flanieren ein letztes Mal über die Rua Augusta und checken aus. Damit geht unser Lissabon-Aufenthalt zu Ende.

Fazit
Das war eine perfekte Städtereise! Lissabon eignet sich wunderbar für einen Kurztrip! Es hat einfach Spaß gemacht, sich durch das Gassengewirr treiben zu lassen. Von WowTrip war alles toll organisiert. Die Flüge hatten gute Zeiten, das 4-Sterne-Hotel lag superzentral und mit dem zur Verfügung gestellten Reiseführer konnten wir sofort mit dem Sightseeing starten. Und alles begann mit einer riesengroßen Überraschung!

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