Unser großer Florida-Roadtrip führt uns in den nordwestlichsten Zipfel des Sunshine-States, nach Pensacola. Wegen der schmalen Form wird dieser Teil Floridas auch Panhandle (Pfannenstiel) genannt. Von unserer Unterkunft auf der vorgelagerten Insel Perdido Key sind es gerade noch zwei Meilen bis zur Grenze nach Alabama. Am Vormittag haben wir Panama City Beach hinter uns gelassen und sind über das perfekte Örtchen Seaside und das Silver Sands Premium Outlet in das 3 Fahrstunden entfernte Pensacola gefahren. Hier kommen wir leider erst am Abend an, sodass wir die Meersicht aus unserer Unterkunft nur erahnen können. Auch in Perdido Key übernachten wir wieder in einer – für diese Urlaubsregion typischen – Ferienwohnung (Condominiums) direkt am Strand.

Wow, was für ein fantastischer Blick auf den Golf von Mexiko! Mittlerweile sind wir schon einige Tage an der Westküste Floridas unterwegs, werden aber der atemberaubenden Aussichten nicht müde!

Ebenso wie unser vorheriges Ziel, Panama City Beach, ist Pensacola mit den vorgelagerten Inseln Perdido Key und Santa Rosa Island ein echtes Badeparadies! Kilometerlanger, feinster Alabaster-Strand wartet hier auf Sonnenanbeter.

Perdido Key, Pensacola, FL

Ende November herrscht leider kein Badewetter mehr, zudem ist der Himmel heute auch etwas bewölkt, aber auch ein ausgedehnter Strandspaziergang macht bei dieser Kulisse einfach Spaß!

Pensacola Lighthouse & Museum
Irgendwann müssen wir uns losreißen, denn wir wollen sehen was Pensacola neben dem traumhaften Strand noch zu bieten hat. Zuerst besuchen wir das Pensacola Lighthouse & Museum. Vom 46 Meter hohen Leuchtturm soll man eine der schönsten Aussichten auf die Golfküste haben. Da sich der Leuchtturm auf einer aktiven Militärbasis (Naval Air Station Pensacola) befindet, werden wir an einem Sicherheitsgate kontrolliert.

Leuchtturm, Pensacola

Wir erklimmen die 177 Stufen des 1859 erbauten Leuchtturms, wo schon ein netter Guide auf uns wartet. Er nimmt sich Zeit und erklärt uns die komplette Geschichte des mittlerweile dritten Leuchtturms an dieser Stelle. Wir erfahren, dass der Leuchtturm heute noch aktiv ist. Von hier oben hat man wirklich einen tollen Blick auf das Meer, die Bucht und wir können sogar die Marine-Basis und das Marine-Luftfahrtmuseum sehen.

Im angrenzenden Wächterhaus ist eine kleine Ausstellung untergebracht. Gerade ist für ein Weihnachtsfest alles schön dekoriert. Wir spazieren über das Gelände und stöbern ein bisschen im Museumsshop. Der Eintritt kostet $6 pro Person. Interessant sind sicher auch die angebotenen Ghost-Touren, die man vorab buchen muss. Mehr Infos unter www.pensacolalighthouse.org.

National Naval Aviation Museum
Direkt neben dem Leuchtturm liegt das Marine-Luftfahrtmuseum. Erst beim Betreten erfahren wir, dass es sich um eines der weltweit größten Museen dieser Art handeln soll und tatsächlich kann man Stunden hier verbringen.

National Naval Aviation Museum

Über 150 Flugzeuge der Marine und Küstenwache werden in verschiedenen Hallen ausgestellt. Darunter auch Maschinen die in Vietnam und dem 2. Weltkrieg zum Einsatz kamen. In einige Flugzeuge kann man sich sogar hineinsetzen. Außerdem gibt es ein Kino, ein 4D-Erlebnis und einen Flugsimulator.

Das Museum informiert auch über die Kunstflugstaffel Blue Angels der US Navy, die auf dem Marinestützpunkt Pensacola stationiert ist. Es könnte also passieren, dass einem die Kunstflieger während einer Übung über die Köpfe düsen.

Der Eintritt zum Museum ist frei. Wie beim Leuchtturm, muss man sich an einem Sicherheitsgate ausweisen, um zum Museum zu kommen. Mehr Infos: www.navalaviationmuseum.org

Fisherman’s Corner Seafood Pub
Den Abend ausklingen lassen wir im rustikalen Fisherman’s Corner bei überbackenen Shrimps und einem Po’Boy Sandwich mit Süßkartoffel-Pommes.

Das „arme Junge“-Sandwich stimmt uns schon auf unseren Besuch in New Orleans ein. Die Stadt am Mississippi River ist morgen unser nächstes Ziel. Das Essen ist – typisch amerikanisch – etwas deftig, aber superlecker. Adresse: 13486 Perdido Key Drive, Pensacola

Historic Pensacola Village
In Pensacola spürt man schon den Südstaaten-Flair. Der kommt vor allem bei einem Spaziergang durch das Historic Pensacola Village in Downtown Pensacola auf.

Pensacola, Florida

Über mehrere Straßen sind 28 historische Häuser und Museen verteilt. Am Besten beginnt man die Erkundungstour im Besucherzentrum. Dort bekommen wir eine Übersichtskarte und Hinweise, wie wir das Viertel auf eigene Faust erkunden können. Es gibt Informationsmaterial auch in deutsch. Wir entscheiden uns für die Teilnahme an einer geführten Tour, die uns mit Erläuterungen durch die Häuser im viktorianischen Stil und der Kolonialzeit sowie in die Kirche führt. Freiwillige in historischen Kostümen lassen einen Eindruck entstehen, wie sich hier früher das Leben gestaltete. www.historicpensacola.org

The Fish House
Nach soviel Input ist es Zeit für eine Stärkung. The Fish House liegt in Gehweite zum Historic Village an der Pensacola Bay. Mit Blick auf’s Wasser schlemmen wir hier köstlich. Auf Empfehlung probieren wir als Vorspeise die Spezialität des Hauses: World-Famous Grits à Ya Ya! Scharfe Golf-Riesengarnelen mit einer Spinat-Pilz-Speck-Sauce auf Grits (einer Art Polenta) mit geräuchertem Käse. Yummy!

World-Famous Grits à Ya Ya

Fischplatte und Fisch-Tacos als Hauptgang sind auch köstlich, ebenso wie der Nachtisch! Adresse: 600 South Barracks Street, Pensacola, FL 32502

Pensacola Downtown
Im Anschluss schlendern wir noch ein bisschen durch Downtown Pensacola. Die Palafox Street mit ihren schmiedeeisernen Balkonen ist ganz entzückend. Restaurants, Boutiquen, Galerien und Food-Trucks laden zum Verweilen ein.

Unsere Zeit in Pensacola geht zu Ende. Insgesamt geht es hier etwas ruhiger und gediegener zu als in Panama City Beach. Wir konnten schon ein wenig Südstaaten-Luft schnuppern und sind bereit für unsere nächste Etappe: New Orleans. „The Big Easy“ ist drei Fahrstunden von Pensacola entfernt. Das French Quarter, Beignets im Café du Monde und eine Fahrt mit dem Schaufelraddampfer Natchez warten auf uns.

Unterkunft
Auch in Pensacola übernachten wir in einer Ferienwohnung, wie sie für diese Region üblich sind. Sie liegt nicht direkt in Pensacola sondern auf der vorgelagerten Insel Perdido Key mit Traumstrand und Blick auf den Golf von Mexiko. Pensacola selbst liegt etwas im Inneren an der Pensacola Bucht. Unser Apartment bei Eden Condominiums ist maritim eingerichtet und die Aussicht ist wieder gigantisch! Dazu gibt es eine wunderschöne Hotelanlage mit Innen-/Außenpool, Wasserfall und vielen Palmen. Der Strand liegt direkt vor der Tür. In der Nebensaison sind diese Unterkünfte für einen günstigen Preis zu mieten.

Danke für’s Lesen! Ich freue mich über Kommentare und wenn ihr Lust habt, klickt doch auf meiner Facebook-Seite auf „Gefällt mir“ und folgt mir auf Instagram. Wenn ihr lieber per E-Mail über neue Beiträge informiert werden wollt, könnt ihr hier eure Mailadresse eintragen:

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *