Hallo Amsterdam! Wir sind wieder da! Die größte Stadt der Niederlande besuche ich jetzt schon zum vierten Mal, aber immer nur tageweise. Allein mit dem Kreuzfahrtschiff habe wir schon zweimal hier angelegt. Ziehen wir also los und versuchen so viel wie möglich in einen Tag zu packen. Dazu brauchen wir richtig bequeme Schuhe und sollten für jedes Wetter gewappnet sein. Sonne und Regen wechseln sich hier gerne ab.

Wir starten am Amsterdamer Hauptbahnhof. Im Bahnhof befindet sich die Touristeninformation „I amsterdam“, wo wir uns mit einem Stadtplan ausrüsten. Vor dem Bahnhof starten die für Amsterdam typischen Grachtenfahrten. Wir wollen Amsterdam allerdings erst zu Fuß erkunden und machen die Kanalfahrt am Ende des Tages.

Hauptbahnhof Amsterdam
Wir laufen die Damrak, die vom Bahnhof zum Dam dem Hauptplatz Amsterdams führt. Achtung vor Radfahrern und Straßenbahnen. Außerdem wimmelt es vor Touristen. Links liegt die alte Börse (Bours van Berlage).

Damrak, Richtung Hauptbahnhof
Am Dam angekommen finden wir hier den Königspalast, die Nieuwe Kerk (Neue Kirche), Madame Tussauds und das Nationalmonument mit einem 22 Meter hohen Obelisken.

Das Nationalmonument gedenkt der Opfer der deutschen Besetzung im 2. Weltkrieg.

Nationalmonument, Amsterdam
Jetzt wäre ein Abstecher möglich: Über die Raadhuisstraat gelangt man zum berühmten Anne-Frank-Haus in der Prinsengracht 263. Wir werden erst am späten Nachmittag dort hingehen, weil wir Tickets für das Museum haben.

Vom Dam laufen wir rechts am Madame Tussauds in die Fußgängerzone und Einkaufsstraße Kalverstraat. Wir kommen vorbei an zahlreichen Shops und dem Amsterdam Museum.

Unser nächstes Ziel ist der Beginenhof. Ein ruhiger, friedvoller Innenhof mit wunderschönen Backsteinhäusern und zwei kleinen Kirchen, der etwas versteckt mitten im Zentrum von Amsterdam liegt. Ab dem 14. Jahrhundert diente der Ort als Siedlung der Beginen-Nonnen. Hier steht auch das Houten Huys, eines der letzten beiden Holzhäuser Amsterdams.

Den Begijnhof erreicht man über den Spuiplein. Zwischen einer Reihe weißer Wohnhäuser befindet sich ein Backstein-Tor, das zum Begijnhof führt.

Zurück auf der Kalverstraat, laufen wir diese bis zum Munttoren. Der Münzturm ist ein Überbleibsel der alten Stadtmauer.

Über die Brücke am Muntplein überqueren wir die Singel und erreichen den schwimmenden Blumenmarkt. Auf Booten werden unzählige Tulpenzwiebeln angeboten, auch frische Blumen, Grünpflanzen und natürlich Souvenirs.

Wir biegen auf die Leidsestraat und laufen Richtung Leidseplein.

Unterwegs auf der Leidsestraat, Amsterdam
Dabei kommen wir an weiteren Geschäften und einem Snack-Automaten in der Wand vorbei. Als Kind fand ich die richtig toll und auch heute kann ich nicht widerstehen. Ich hole mir eine Krokette und esse sie beim Weiterlaufen.

Der Leidseplein ist ein lebhafter gemütlicher Platz mit Cafés und Restaurants. Wir allerdings haben ganz besondere Pläne für den Lunch. Amsterdam hat ein Hard Rock Café und der Besuch ist für uns ein Muss! Das HRC befindet sich am Max Euweplein. Hier sitzen wir draußen direkt am Kanal und genießen unseren Burger, während die Boote an uns vorbeiziehen.

Hard Rock Café Amsterdam
Frisch gestärkt ziehen wir wieder los. Wir überqueren das Wasser und laufen dann die Stadhouderskade zum Rijksmuseum. In dem imposanten Museumsgebäude am Museumsplatz besuchen wir die Gemälde- und Kunstausstellung.

Hier könnte man gut mehrere Stunden verbringen. Das berühmteste Werk ist „Die Nachtwache“ Rembrandts.

Hinter dem Museum befindet sich noch der bekannte „I amsterdam“ Schriftzug.

Amsterdam
Von der Nieuwe Spiegelstraat biegen wir rechts in die Prinsengracht, um zur Reguliersgracht zu kommen. Sie ist mit ihren 7 steinernen Brücken die schönste Gracht Amsterdams.

Reguliersgracht, Amsterdam
Wir biegen in die Herengracht, um zur Blauwbrug zur gelangen. Von hieraus können wir einen Blick auf die berühmte Margere Brug werfen. Die hölzerne Zugbrücke führt über die Amstel und ist eine der wenigen noch erhaltenen Klappbrücken.

Margere Brug
Von der Blauwbrug sehen wir auch die Eremitage Amsterdam vor der ein weiterer „I amsterdam“ Schriftzug steht. Hinter uns steht die Dutch National Opera, ein modernes Gebäude. Da hier Oper und Stadtverwaltung untergebracht sind, wird es von den Einheimischen auch Stopera genannt.

An der Oper vorbei laufen wir Richtung Jodenbreestraat und schlendern dabei über den Flohmarkt am Waterlooplein. Auf der Jodenbreestraat 26 steht das Wohnhaus Rembrandts, das heute ein Kunstmuseum ist. Wir gehen nicht hinein, sondern laufen über die Sint Antoniesbreestraat auf den Nieuwmarkt zu. Hier steht eines der ältesten Gebäude Amsterdams die alte Stadtwaage (De Waag) aus dem Jahre 1488.

Alte Stadtwaage, Amsterdam
Vom Nieuwmarkt geht die Zeedijk weg, wo ein kleines Chinatown beginnt, was die Straßenschilder mit chinesischen Schriftzeichen anzeigen. Jetzt betreten wir den berühmten Rotlichtbezirk Amsterdams mit den roten Markisen, der roten Leuchtreklame, dem Erotikmuseum und den leicht bekleidete Damen in den Schaufenstern.

Inmitten des Red Light Districts suchen wir die Oude Kerk auf. Was für eine merkwürdige Umgebung die Alte Kirche und das älteste Bauwerk Amsterdams doch hat.

Oude Kerk, Amsterdam
Wir laufen am Oudezijds Voorburgwal entlang und kommen am Museum Ons‘ Lieve Heer op Solder vorbei. In dem Gebäude aus dem 17. Jahrhundert wurde auf dem Dachboden eine Kirche versteckt. Wir schlendern durch die Gassen vorbei an zahlreichen Restaurants zurück zum Hauptbahnhof.

Der Stadtrundgang geht damit zu Ende. Unser Tag in Amsterdam noch nicht. Für uns steht jetzt der Besuch im Anne-Frank-Museum an. Unsere Tickets haben wir weit im Voraus online gekauft. Und so ziehen wir los zur Prinsengracht 263. Die Tour durch das Versteck der Familie Frank und die angrenzende Ausstellung sind ergreifend. Im Museums-Shop kaufe ich mir eine Ausgabe des Tagesbuchs, direkt aus dem Anne-Frank-Haus. Das ist für mich etwas ganz Besonderes.

Anne-Frank-Haus, Amsterdam
Wir treten aus dem Museum und atmen tief durch. Direkt nebenan starten Grachtenfahrten. Eine gute Möglichkeit um den Kopf frei zu bekommen und eine Pause haben wir uns auch verdient. Wir setzen uns in eines der Boote und unternehmen eine einstündige Tour. Wir genießen die Fahrt durch die Kanäle, bewundern die Hausboote, hören den Erklärungen in deutscher Sprache zu und freuen uns über den gelungenen Tag in Amsterdam.

Danke, dass ihr mit uns durch Amsterdam geschlendert seid. Jetzt kann ich es euch ja verraten, wir sind 15 Kilometer gelaufen.

Tickets für das Anne-Frank-Haus
Tickets für das Anne-Frank-Haus sind nur online erhältlich. Jeden Dienstag um 10:00 Uhr sind alle Tickets für einen Besuch sechs Wochen später auf der Website verfügbar.

Parken
Parken in Amsterdam ist teuer. Wir haben bislang folgende Varianten getestet:

P+R: Man stellt das Auto in einem der P+R Parkplätze ab. Diese Möglichkeit haben wir früher schon einmal genutzt und in der Arena von Ajax Amsterdam geparkt. Reist man nach 10 Uhr morgens an, betragen die Parkgebühren nur 1 Euro, wenn man ein Ticket für die öffentlichen Verkehrsmittel kauft, um in die Innenstadt zu fahren. Für zwei Personen kostet eine Hin- und Rückfahrt zum Hauptbahnhof 5,50 Euro, sodass man insgesamt nur 6,50 Euro bezahlt. Weitere Infos dazu findet man hier.

Q-Park im Zentrum: Für etwa 30 Euro pro Tag kann man direkt im Zentrum Amsterdams (Q-Park Amsterdam Centraal & Q-Park Nieuwendijk) parken. Dafür muss man vorab online einen Parkplatz buchen. Alles hat gut geklappt. Zur entsprechenden Homepage geht es hier.

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