Gran Canaria bietet viel mehr als nur Badeurlaub. Am besten lässt sich die Vielfältigkeit der drittgrößten kanarische Insel mit dem Mietwagen erkunden. Hier beschreibe ich drei wunderschöne Tagestouren, die uns in entlegene Bergdörfer, den ursprünglichen Norden und entlang der Küste führen:

1. Das Landesinnere mit San Bartolomé de Tirajana und der Schlucht von Guayadeque

Wir starten im Süden der Insel! Vom Touristenort Maspalomas aus fahren wir über die GC-60 in die Schlucht von Fataga.

Schlucht von Fataga, Gran Canaria

Dabei passieren wir das kleine idyllische Örtchen Fataga, wo uns pralle Aprikosenbäume zum Anhalten überreden. Eine Einheimische lässt uns probieren und verkauft uns die frischen Aprikosen direkt vom Baum. Ich bin verliebt! 😉

Fataga

Wir setzen unsere Tour fort und machen einen kurzen Zwischenstopp bei Mirador del Molina. Hier kann man zu einer alten Wassermühle spazieren.

Unser nächstes Ziel ist San Bartolomé de Tirajana. In dem gemütlichen Bergdorf steuern wir zunächst die La Panera de Tunte – die Bäckerin von Tunte an. Wir bestellen frisch belegte Bocadillos (Baguettes) und traumhaft leckere Mandelkekse, die wir uns dann an einem kleinen Tisch in der Gasse schmecken lassen. Im Anschluss schlendern wir noch ein bisschen durch den ruhigen Ort.

Mandelkeks

Nach Santa Lucía nehmen wir nicht den direkten Weg über die GC-655, sondern biegen nördlich von San Barolomé in die schmale Bergstraße GC-654 ab. Unser Weg führt vorbei an Mandelbäumen, unzähligen Palmen, hohem Schilfrohr und bietet uns so einen Einblick in das wahre Gran Canaria! Einen Zwischenstopp machen wir bei Burro Safari Las Tirajanas, einer Eselfarm.

Mandelbaum

Nach einem Besuch in der Kirche von Santa Lucía nehmen wir die GC-550 Richtung Agüimes. In dem nächsten schönen Städtchen auf unserer Tour schlendern wir durch die Kopfsteinpflaster-Gassen über kleine Plätze mit Cafés. Mehrere skurrile Skulpturen sind hier in den Straßen versteckt und wir können schon einen Blick auf unser Ziel werfen: die Schlucht von Guayadeque.

Eine Stichstraße, die GC-103, führt uns durch die enge, hohe Schlucht. In den Felswänden sind zum Teil noch bewohnte Höhlenwohnungen zu finden, in denen man Souvenirs und Honig kaufen kann. Auch eine Kapelle wurde hier in den Fels geschlagen. Am Ende der Straße in Moñtana de las Tierras kehren wir im Höhlenrestaurant ein und bewundern die einzigartige Location bei deftigem Essen.

Schlucht von Guayadeque

Auf dem Rückweg beobachten wir in den Felsen Wanderer mit langen Stöcken und lernen so eine neue Sportart kennen. Die Canarios wandern den Fels hinauf, um dann an den Stöcken hinab ins Tal zu rutschen. Wir bekommen sogar eine kleine Vorführung. Von Agüimes aus erreicht man schnell die Autobahn GC-1, die einen zurück nach Maspalomas oder auch in die Hauptstadt Las Palmas bringt.

2. Der Norden mit Teror, Firgas und Arucas

Beim Pico de Bandama beginnen wir unsere Nord-Tour. Der Berg ist mit dem Mietwagen ab Las Palmas oder Maspalomas über die Autobahn zu erreichen. Aus einer Höhe von 570 Metern hat man eine schöne Sicht auf die Hauptstadt Gran Canarias und kann einen Blick in den größten Krater der Insel werfen.

Krater

Über GC-15 und GC-42 geht es weiter nach Teror. In der einzigartigen Altstadt gibt es neben der Basilika „Nuestra Señora del Pino“ wunderschöne Hausfassaden mit hölzernen Balkonen zu bewundern. Auf dem Plaza del Pino gibt es Lorbeer und Drachenbäume zu entdecken. Übrigens: sonntags ist Markttag in Teror. Obwohl er im Vergleich zum Markt in Puerto de Mogán eher klein ist, finde ich ihn schöner, denn hier werden auch lokale Produkte angeboten.

Teror

Über GC-240 und GC-300 fahren wir in das Wasserstädtchen Firgas. Schöne Springbrunnen und geflieste Bilder der Kanarischen Inseln gibt es hier zu entdecken. Während unseres kurzen Spaziergangs treffen wir auf Spanier, die gemütlich in den Gassen sitzen und singen.

Firgas

Wir folgen der GC-300 weiter und erreichen Arucas, die drittgrößte Stadt der Insel. Mit einem Arucas-Eis (Bananeneis mit Nutella) schlendern wir durch die Straßen der Altstadt und gelangen zur jungen, aber beeindruckenden Basilika. Ein Besuch im schön angelegten Stadtpark sollte nicht fehlen.

Arucas

Tipp: In Arucas befindet sich die Arehucas Rumfabrik. Von Montag bis Freitag zwischen 9-13:30 Uhr kann man an kostenlosen Führungen teilnehmen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Im Anschluss gibt es eine Gratis-Verkostung und im Shop kann man den Rum dann – wesentlich günstiger als in den Souvenirläden – kaufen.

Von Arucas ist man schnell auf der GC-3, die dann nach Las Palmas oder in den Süden nach Maspalomas führt.

3. Der Nordwesten und Westen mit Sardina und der Küstenstraße GC-200

Vom Süden erreicht man den Norden am schnellsten über die Autobahn GC-1. Von Las Palmas aus folgt man der GC-2. Wir beginnen unsere Nord-West-Tour im Cenobio de Valerón bei Guía. Dort haben die Ureinwohner 300 Kammern in den Fels gegraben, um Vorräte zu speichern. Für 2,50 Euro Eintritt können sie besichtigt werden.

In der 10 km weiter westlich gelegenen Kleinstadt Gáldar mit ihrem schönen Plaza de Santiago lassen wir uns Gebäck und Kaffee schmecken. Im Anschluss schlendern wir noch durch die kleinen Einkaufsgassen.

Gáldar

Von Gáldar aus nehmen wir die GC-202 und unsere Fahrt führt uns vorbei an Bananenfeldern nach Sardina. Das kleine Fischerdorf ist völlig untouristisch und muss gerade deshalb unbedingt besucht werden. Die Einheimischen baden und angeln, während ich die bunten Häuschen fotografiere.

Sardina

Wir fahren noch ein Stück bis zum nordwestlichsten Punkt der Insel, wo ein Leuchtturm steht.

Leuchtturm bei Sardina

Über die GC-2 fahren wir zur Westküste zum Städtchen Agaete. Der Ort mit seinen weißen Häusern ist einen Besuch wert, aber aus etwas Entfernung zu sehen, wie sich der weiße „Fleck“ von der Landschaft abhebt, ist das eigentliche Highlight.

Agaete

Und dann folgt die wohl schönste Straße der Insel, die Küstenstraße GC-200! Von Agaete aus befahren wir sie in südliche Richtung und das sich bietende Panorama aus schroffer Küste und der sich im Meer spiegelnden Sonne ist einfach ein Traum!

Küstenstraße GC-200

Achtung: Durch die schmalen und kurvigen Bergstraßen „ziehen“ sich die Touren, auch wenn es nicht unbedingt viele Kilometer sind. Außerdem ist das Wetter sehr wechselhaft und in den Bergen kann es schnell bewölkt und kalt werden.

Dieser Beitrag wurde unterstützt von AVIS. Hier könnt ihr Informationen zum Thema Mietwagen ab Las Palmas finden.

Vielen Dank für’s Mitfahren! 😉 Ich bekommt nicht genug von Gran Canaria? Hier geht es zu meinen Top 10 mit Ausflugszielen, Restauranttipps und weiteren Fotos. Ich freue mich über Kommentare und wenn ihr Lust habt, klickt doch auf meiner Facebook-Seite auf „Gefällt mir“ und folgt mir auf Instagram. Wenn ihr lieber per E-Mail über neue Beiträge informiert werden wollt, könnt ihr hier eure Mailadresse eintragen:

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