Ein Mini-Roadtrip steht an: In Belgien besuchen wir Brüssel und Brügge und genießen die vielen Leckereien. Dann geht es weiter nach Süd-Holland, wo wir ein paar Tage an der Nordseeküste entspannen und Rotterdam besichtigen. Zum Schluss ruft noch die Rheinmetropole Köln.

 

Am frühen Abend erreichen wir Belgiens Hauptstadt und werden mit einem Jahrmarkt begrüßt, der in der Nähe unseres Hotels stattfindet. Bevor wir uns ins Getümmel stürzen, checken wir erst einmal ein.

 

Mercure Brussels Centre Midi

 

Wir haben uns für das Mercure Brussels Centre Midi entschieden. Zentral gelegen, ist es zudem ein ganz junges Hotel, das erst 2014 eröffnet wurde. Wenn alles so schön neu und sauber ist, fühlt man sich gleich noch viel wohler.

 

 

Wir drehen eine Runde über das Volksfest Foire du Midi und bekommen ein erstes Gefühl für diese quirlige und bunte Stadt. Nach der langen Fahrt ruft dann aber auch das Bett.

 

Volksfest Foire du Midi in Brüssel

 

Ausgeschlafen genießen wir das supergute Frühstück. Für meine erste belgische Waffel muss ich noch nicht mal das Hotel verlassen. 🙂 Es gibt frisch gepressten Orangensaft, einen Schokobrunnen und die geniale Nespresso-Maschine hätte ich am liebsten mitgenommen.

 

Frühstück im Mercure Brussels Centre Midi

 

Belgische Waffel zum Frühstück

 

Frisch gestärkt und bei bestem Wetter beginnen wir unseren Stadtrundgang durch Brüssel. Vom Hotel aus geht es zu Fuß zum Port de Hal. Das letzte erhaltene Stadttour gleicht schon eher einer Burg. Es kann auch besichtigt werden.

 

Port de Hal

 

Über die Rue Haute Hoogstraat geht es weiter zum Justizpalast – ein Koloss von einem Bauwerk.

 

Justizpalast in Brüssel

 

Der Eingang ist etwas versteckt am Place Poelaert. Im Inneren erwarten uns griechische Säulen und riesige Statuen. Durch eine Sicherheitskontrolle könnte man auch noch weiter in das Gebäude vordringen, aber da unser Programm straff ist, belassen wir es dabei.

 

Justizpalast in Brüssel

 

Der Justizpalast liegt etwas erhöht und bietet einen schönen Blick über die Dächer von Brüssel.

 

Brüssel

 

Am Place Louise mit seinen edlen Geschäften steigen wir in den roten Sightseeing-Bus und fahren bis zum Place Flagey. Schnell haben wir auf dem großen Platz unser Ziel ausfindig gemacht: die Frittenbude Frit-Flagey. Wir kaufen unsere erste Tüte belgische Pommes und genießen sie an dem nahe gelegenen Teich.

 

Frit-Flagey am Place Flagey

 

Belgische Pommes von Frit-Flagey

 

Teiche von Ixelles

 

Mit dem Hop on/Hop off-Bus geht es weiter zum Europäischen Parlament. Den riesigen Komplex hätte ich nicht so zentral erwartet. Auf dem gemütlichen Place du Luxembourg mit seinen kleinen zweigeschossigen Häuschen sitzen die Abgeordneten und Mitarbeiter in den Restaurants und im Hintergrund steht das Europaparlament.

 

Place du Luxembourg und Europaparlament

 

 

Wir besuchen das Parlamentarium. Mit einem Audioguide wird man durch das Besucherzentrum geführt. Entstehung, Aufbau und Funktion der Europäischen Union werden bis ins kleinste Detail erläutert und sehr gut veranschaulicht. Der Eintritt ist kostenfrei und die Ausstellung so interessant und umfangreich, dass man hier mehrere Stunden verbringen kann.

 

Parlamentarium

 

 

Hinter dem EU-Parlament liegt der Leopold-Park. Den durchqueren wir, um zum Place Jourdan zu gelangen. Denn dort steht Maison Antoine – laut New York Times die beste Frittenbude der Welt. Wir stellen uns in die Schlange, um auch hier probieren und unser Urteil fällen zu können.

 

Frittenbude Maison Antoine

 

Klarer Testsieger der absolut repräsentativen, zweiköpfigen Jury ist aber Frit-Flagey! 😉 Hier sind die Fritten knuspriger, weniger fettig und die Saucen schmecken auch besser.

 

Vom Europaviertel gehen wir zu Fuß über die Rue du Luxembourg zum Königspalast. Wie der Buckingham Palace in London, kann auch der Königspalst in Brüssel im Sommer besichtigt werden, wenn die königliche Familie in den Sommerferien ist.

 

Königlicher Palast, Brüssel

 

Wir aber setzen unseren Stadtrundgang fort. Über den Kunstberg – eine Art Museumsviertel – nähern wir uns immer mehr dem Kern der Altstadt.

 

Einen kleinen Abstecher machen wir noch zur Kathedrale St. Michel und Gudula.

 

Kathedrale St. Michel und Gudula

 

Brüssel ist die Comic-Hauptstadt und so kann man auf einem Comic-Rundgang jede Menge Zeichnungen entdecken. Außerdem gibt es viele Museen zum Thema. Beim MOOF (Museum of Original Figurines) in der Nähe des Grasmarktes lädt ein riesiger Schlumpf in den Smurf-Shop ein. 🙂

 

Comic-Hauptstadt Brüssel

 

Beim Grasmarkt beginnt dann die Altstadt mit ihrer Fußgängerzone. Höchste Zeit für die zweite belgische Waffel! In Belgien gibt es zwei verschiedene Arten: Die viereckige Brüsseler Waffel wird aus einem leichten Eierteig hergestellt. Die Lütticher Waffel ist oval, aus einem schweren, dicken Teig mit Hagelzucker. Man kann sich nicht falsch entscheiden, beide sind lecker! 😉

 

Grasmarkt, Brüssel

 

Lütticher Waffel

 

Ebenfalls am Grasmarkt befindet sich der Eingang zur Galerie Royales Saint Hubert. In der Ladenpassage mit riesigem Glasdach gibt es in den Schaufenstern jede Menge Köstlichkeiten zu bestaunen. Leider ist es zu heiß um belgische Pralinen zu kaufen, aber wir gönnen uns ein Eis von Neuhaus. Sehr gut!

 

Galerie Royales Saint Hubert

 

 

Beim Schlendern durch die Gassen durchstöbern wir die schmalen, langgezogenen Geschäfte. Auf der großen Einkaufsstraße Anspachlaan sitzen die Leute gemütlich beisammen oder spielen Tischtennis. Wir kommen vorbei an der alten Börse und der St. Nicolas Kirche.

 

Altstadt Brüssel

 

 

Irgendwann erreichen wir dann das Herzstück der Stadt, den Marktplatz Grote Markt. Und es ist nicht verwunderlich, dass er als einer der schönsten Plätze Europas gilt. Er wird von allen vier Seiten gesäumt mit beeindruckenden Bauten aus verschiedenen Stilepochen. Am markantesten ist natürlich das gotische Rathaus mit dem kunstvollen Turm.

 

Marktplatz mit Rathaus

 

Kleiner Tipp: Bei der Touristeninformation kann man für 3 Euro ein Heftchen kaufen, das Erläuterungen zu den Bauwerken gibt. Wir setzen uns – wie viele andere auch – auf die Pflastersteine und versuchen die Zunft zu erraten, für die jedes Haus steht.

 

Grote Markt in Brüssel

 

 

Vom Großen Platz sind es über die Stoofstraat nur zwei Blocks bis zum Manneken Pis. Hätte hier nicht eine Schar von Touristen gestanden, hätte ich den kleinen Schelm glatt übersehen.

 

Manneken Pis

 

Am Grasmarkt haben wir 2 Euro für eine Waffel bezahlt. In der Stoofstraat gibt es sie schon für einen Euro. Das ist ein Zeichen – ich soll meine dritte Waffel essen. 🙂

 

und noch eine belgische Waffel ;)

 

Über die Stalingradlaan, eine weniger touristische Straße mit vielen Restaurants, gehen wir zurück zum Hotel. Obwohl wir auch den Sightseeing-Bus benutzt haben, sind wir an diesem Tag 20 Kilometer gelaufen! Wenn es nicht so warm wäre, würde ich die Sauna des Hotels benutzen. Aber so setzen wir uns noch in den schönen Innenhof des Hotels und arbeiten ein bisschen.

 

Mercure Brussels Centre Midi Innenhof

 

Am nächsten Tag geht unser kleine Roadtrip schon weiter. Wir checken aus und fahren noch zum Belgian Chocolate Village nach Koekelberg. In dem kleinen Schokoladen-Museum erfährt man alles von der Entdeckung, Gewinnung bis zur Herstellung der Schokolade. In einer Showküche werden Pralinen und Schoko-Drops zubereitet. Es darf probiert werden. 😉 Interessant ist auch das Gebäude. Das Chocolate Village ist in einer alten Keksfabrik untergebracht. Im oberen Bereich befindet sich ein Café. Der Name Village ist vielleicht etwas irreführend; die Ausstellung ist nicht riesig. Wir haben hier eine gute Stunde verbracht.

 

Belgian Chocolate Village

 

 

Durch den Elisabethpark laufen wir zur Nationalbasilika des Heiligen Herzens, der fünftgrößten Kirche der Welt. Leider haben wir es versäumt, das Panorama zu besuchen und den Blick auf Brüssel zu genießen.

 

Nationalbasilika des Heiligen Herzens

 

Blick von der Basilika

 

 

Hier geht unser Brüssel-Besuch zu Ende. Wir fahren weiter in den eine Stunde entfernten Ort Brügge in der Region Flandern. Über unseren Besuch im einzigen Fritten-Museum der Welt und den Spaziergang durch die wunderschöne Altstadt kann man bald hier lesen.

 

Fazit

Brüssel ist eine Reise wert! Die Hauptstadt Belgiens ist lebendig, bunt und unkompliziert. Außerdem ist Brüssel schön grün und gibt mit zahlreichen Parks immer wieder die Möglichkeit zu verschnaufen. Die vielen Festivals, die hier über das Jahr verteilt stattfinden, zeugen von der Lebensfreude der Stadt. Unser 2-Nächte-Stopover war ausreichend, um Sehenswürdigkeiten in und um die Altstadt zu erkunden. Für die vielen Museen, das Atomium, Kirche und Schloss in Laken oder den Comic-Rundgang muss man mehr Zeit einplanen. Wir werden wiederkommen!

 

Hotel

Das Mercure Brussels Centre Midi war eine sehr gute Wahl. Alles ist ganz neu und modern eingerichtet. Das Personal war sehr freundlich und das Frühstück ausgezeichnet. Es hat sogar einen kleinen Wellness-Bereich mit Sauna und Whirlpool, den zu nutzen wir leider nicht geschafft haben. Außerdem ist es mit 70 Zimmern nicht übermäßig groß, was beim Frühstück sehr angenehm zu spüren war. Die Lage ist für einen Städtetrip gut: Bis zu unserem ersten Ziel Port de Hal sind wir 10 Minuten gelaufen. Auf dem Rückweg waren es vom Manneken Pis ebenfalls wieder nur 10 Minuten Fußweg.

 

Gemütlicher Aufenthaltsbereich im Mercure Brussels Centre Midi

 

Brüssel Card

Wir haben in Brüssel die Hop on/Hop off-Sightseeingbusse benutzt. Tickets dafür gibt es auch in Verbindung mit der Brüssel Card. Für 24, 48 oder 72 Stunden erhältlich, bietet sie kostenlosen Eintritt in über 30 Museen und etliche Ermäßigungen.

Mehr Infos: www.brusselscard.be

 

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