San Diego, Kaliforniens zweitgrößte Stadt, am Pazifik gelegen und wegen des ganzjährig guten Klimas „America’s Finest City“ genannt, hat uns so imponiert, dass wir ihr nach nur 4 Jahren einen zweiten Besuch abstatten. Die ersten Tage lassen wir es an der Mission Bay und dem Mission Beach entspannt angehen. Im Anschluss ziehen wir für das Sightseeing direkt nach Downtown.

Einer der Top10 Strände der Welt, Partystimmung im Gaslamp Quarter und köstliches mexikanisches Essen – hier kommen unsere Tipps und Highlights für San Diego:

Old Town San Diego
Im Old Town San Diego State Historic Park hat San Diego seinen Ursprung. Hier wurde die erste Siedlung gegründet. Heute kann man sich in Nachbildungen oder restaurierten Gebäuden einen Eindruck davon verschaffen, wie das Leben früher aussah. In den alten Häusern werden jetzt Bonbons und Seife hergestellt, Tabak verkauft und die erste Schule San Diegos ist zu sehen. Im Besucherzentrum kann man sich einer geführten Tour anschließen oder das Gelände mit einem Plan auf eigene Faust erkunden. In den Souvenirläden findet man jede Menge typisch mexikanische Mitbringsel. Außerhalb des Parks befinden sich weitere Geschäfte und mexikanische Restaurants. Eines davon ist das bekannte Cafe Coyote.


Cafe Coyote
San Diego und Mexiko trennen nur wenige Meilen und so gehört mexikanisches Essen, das überall angeboten wird, zu einem SD-Besuch dazu. Mehrmals wurde uns das Cafe Coyote in Old Town empfohlen und so kommt es, dass wir uns im Getümmel des Mexikaners auf der Terrasse wiederfinden. Direkt vor unseren Augen werden die Tortillas frisch zubereitet. Eigentlich müsste man einen der gigantischen Margaritas trinken, aber ich mag ja keinen Alkohol. Zu Beginn teilen wir uns eine gemischte Vorspeisenplatte, im Anschluss folgen Fajitas. Alles schmeckt sehr gut und obwohl wir schon längst satt sind, müssen wir noch einen Churro bestellen, der auch an der Straße verkauft wird. Die Spezialität des Hauses ist frittiertes Eis mit Cornflakes und Honig. Göttlich!
Adresse: 2461 San Diego Avenue, San Diego, CA 92110


Gaslamp Quarter
Das Vergnügungsviertel in Downtown ist das historische Zentrum San Diegos mit viktorianischen Häusern, Bars, unzähligen Restaurants, Nachtclubs und Geschäften. Vorallem abends ist es einen Besuch wert, wenn die Nachtschwärmer losziehen, die Laternen beleuchtet sind und die bunten Rikschaas mit lautstarker Musik die Gäste transportierten. Es gibt übrigens auch noch ein paar echte Gaslaternen zu entdecken. Das Gaslamp Quarter erstreckt sich von Broadway bis Harbour Drive und über die 4th, 5th, 6th Avenue.

Gaslamp Quarter

Horton Plaza & Horton Plaza Park
Das Horton Plaza ist ein großes Einkaufszentrum, das direkt an das Gaslamp Quarter angrenzt. Davor befindet sich ein kleiner, feiner Park mit dem Broadway Springbrunnen und einer großen Freifläche, die für Veranstaltungen genutzt wird. Im Hintergrund steht das noble The US Grant Hotel.


Food-Tour
Bei bitesandiego.com haben wir eine Downtown Foodtour gebucht. Die Tour ist perfekt, um ein paar Läden auszuprobieren, die man sonst nie besucht hätte oder an denen man schlicht vorbeigelaufen wäre. In der 3-stündigen Tour machen wir 5 Stopps mit Verkostungen und bekommen noch ein paar Erklärungen zur Geschichte San Diegos und dem Gaslamp Quarter. Wir starten mit einem indischen Büffet, gehen über das Gaslamp Museum zu einem Pizza-Laden, wo die Pizza in umgekehrter Reihenfolge belegt wird. Sehr lecker! In einer abgedrehten Bar, die selbst am Mittag gut besucht ist, gibt es Spare Ribs und im Anschluss suchen wir ein Cafè auf, das hausgemachte, sündhaft gute Törtchen serviert. Wir passieren eine kleine Privat-Brauerei, von denen es in San Diego über 150 geben soll. Die Tour endet auf der Dachterrasse eines Hotels mit einem leckeren alkoholfreien Cocktail aus Erdbeeren und Gurke und Finger Food.


USS Midway Museum
Am Embarcadero, dem Hafenviertel San Diegos, liegt das USS Midway Museum. Für $20 Eintritt (inkl. Audioguide) darf man den ehemaligen Flugzeugträger besichtigen, der zum Museum umfunktioniert wurde. Hier muss man Zeit mitbringen. Vom Maschinenraum bis zur Brücke darf man fast jeden Winkel der Midway erkunden. Man läuft durch die Mannschaftsunterkünfte, kann sehen, wie Kapitän und Admiral gewohnt haben, sieht die Küche, Wäscherei, die Krankenabteilung, Besprechungsräume, den Funkraum und kann einen Film über Pearl Harbour schauen. Auf dem Flugdeck findet man eine große Auswahl von Flugzeugen, die hauptsächlich in Kalifornien gebaut wurden. Dazu kommen noch viele ehemalige Piloten, die ehrenamtlich für das Museum arbeiten und neben interessanten Geschichten noch ausführliche Erklärungen zu z.B. Start und Landung der Flugzeuge liefern. Mindestens 4 Stunden sollte man für den Besuch einplanen. Wer (so wie wir) bei seinem ersten Besuch nicht alles schafft, hat die Möglichkeit am nächsten Vormittag noch einmal den Flugzeugträger zu besuchen. Online sind die Tickets etwas günstiger. Wir sind von unserem Hotel aus gelaufen, aber am Flugzeugträger gibt es auch Parkplätze. www.midway.org


Hafenrundfahrt in der San Diego Bay
Mit Hornblower machen wir eine zweistündige Hafenrundfahrt. Leider ist das Wetter an diesem Tag nicht ganz auf unserer Seite, aber es ist zumindest trocken. In zwei Stunden sehen wir sowohl den nördlichen, wie auch den südlichen Teil der Bucht. Wir fahren an Seehunden vorbei bis zum Point Loma – der Öffnung in den Pazifik. Über Lautsprecher folgen viele Erklärungen, auch über die zwei aktiven Flugzeugträger, die in der Bucht liegen. Die südliche Tour führt dann am USS Midway Museum vorbei Richtung Coronado Island und unter der Coronado Bridge hindurch. Auf der Festland-Seite befindet sich die Marinebasis mit ihren zahlreichen Stegen an denen Kriegsschiffe zur Reparatur liegen oder auch eines der größten Krankenhausschiffe der Welt. Ein Seehund hat es sich auf einer Boje gemütlich gemacht. Und dann gibt es natürlich noch die tolle Sicht auf die Skyline von San Diego. Mehr Infos unter: www.hornblower.com


Embarcadero und Seaport Village
Den Embarcadero laufen wir weiter entlang Richtung Seaport Village. Das gemütlich angelegte, offene Einkaufszentrum bietet Restaurants mit Seeblick, Souvenirgeschäfte und viele individuelle Läden. Es macht Spaß hier zu stöbern, dabei den Blick immer auf die San Diego Bucht gerichtet. Unser erster Gang führt zu einem Cookies-Geschäft, wo wir schon vor 4 Jahren leckere Snickerdoodles (Zimt-und-Zucker-Kekse) gegessen haben. Im Yachthafen kann man die schönen Boote bewundern, zusehen wie Straßenkünstler Steine ausbalancieren oder sich einfach auf die weiße Mauer setzen und den Sonnenuntergang genießen. Danach folgen Food-Trucks und sogar ein Open-Air-Kino ist hier Mitte Oktober aufgebaut.


Coronado Island
Zwischen der San Diego Bay und dem Pazifischen Ozean liegt die schöne, ruhige Halbinsel Coronado. Man erreicht sie über die imposante Coronado Bridge oder mit der Fähre vom Embarcadero aus. Auf der östlichen Seite bietet sie einen wunderbaren Blick auf die Skyline von San Diego. Im Westen der 85 Quadratkilometer großen Insel befindet sich das berühmte, 1888 erbaute Hotel del Coronado und der Coronado Beach, der zu den 10 schönsten Stränden der Welt zählt. Wir schlendern durch die mit Palmen gesäumten Straßen. Bei der Burger Lounge (922 Orange Ave, Coronado, CA 92118) holen wir uns leckere Burger, die wir uns dann am Strand schmecken lassen. Im Anschluss spazieren wir zur MooTime Creamery (1025 Orange Ave, Coronado), wo wir uns den leckersten Sundae-Eisbecher teilen, den wir jemals gegessen haben.


Balboa Park
In San Diego’s Balboa Park kann man einen ganzen Tag verbringen. 17 Museen, ein botanischer und ein japanischer Garten, eine riesige Freiluft-Orgel auf der regelmäßig Konzerte gespielt werden und vieles mehr gibt es hier zu entdecken. Im bunten spanischen Viertel (Spanish Village) kann man Handwerkern über die Schulter schauen und im Haus der pazifischen Beziehungen kann man 34 kleine Häuschen besuchen, die jeweils ein Land typisch darstellen. Auch wenn man kein großer Museumsgänger ist, macht es einfach Spaß auf dem schön gestalteten Gelände mit den wunderschönen Gebäuden und Springbrunnen herumzuspazieren, oder vielleicht den California Tower zu besteigen. Wer mag kann das Gelände mit den lustigen Electriquettes (Korbwagen mit Elektromotor) erkunden. Im Balboa Park befindet sich auch der San Diego Zoo. Infos zum Balboa Park gibt es hier: www.balboapark.org


San Diego Zoo
Ich bin kein Freund von Zoos. Der San Diego Zoo aber ist eine Hauptattraktion und einer der meistbesuchtesten Zoos der Welt. Der weitläufige Zoo liegt im Balboa Park und ist 55 Fußballfelder groß. Man kann ihn mit einem Bus oder zu Fuß erkunden. Es macht Spaß durch die Anlage zu schlendern, weil sie wie ein großer Park aufgebaut ist. Man sieht also nicht Käfig an Käfig, sondern hat das Gefühl durch einen botanischen Garten zu spazieren. Wir nehmen die Skyfari Seilbahn und schweben einmal quer über den kompletten Zoo. Am anderen Ende steigen wir aus und erkunden den Rest des Parks zu Fuß. Eisbären, Tiger, Gorillas und Pandas sind die Stars des Zoos. Man kann hier locker einen ganzen Tag verbringen. Wir haben dann irgendwann genug. Der Zoo ist wirklich schön angelegt, aber dennoch bin ich am Ende noch immer kein Freund von Tierparks. Übrigens, ca. 45 Minuten außerhalb von San Diego gibt es den San Diego Safari Park. Ein noch größeres Gelände, das einem das Gefühl gibt in Afrika zu sein.


Mission Bay und Mission Beach
Nördlich von San Diego liegt die Mission Bay, eine riesige Lagune, die für Wassersport geeignet ist. In der Bucht befindet sich auch Sea World, der Meeres-Themenpark. Der schöne Mission Beach liegt am Pazifischen Ozean. Zwischen Strand und Bucht liegt der Belmont Park, ein Vergnügungspark mit Achterbahn, Fahrgeschäften und Souvenirshops.


La Jolla
Ebenfalls nördlich von San Diego findet man den kleinen in den Klippen gelegenen Stadtteil La Jolla. In dem noblen Örtchen befinden sich mehrere Boutiquen. Von der Promenade am Coast Boulevard hat man einen schönen Küstenblick und kann Seehunde sehen. Wir haben hier eine Kajaktour – für uns das erste Mal auf dem offenen Meer – zu den La Jolla Caves gemacht.


Point Loma mit Cabrillo National Monument und Sunset Cliffs
Point Loma ist eine Halbinsel die mit bis zu 128 Metern Höhe in den Pazifik ragt. Das Cabrillo National Monument erinnert an den ersten Europäer, Juan Rodríguez Cabrillo, der die Westküste Nordamerikas erreichte. Auf dem Weg passiert man den Militärfriedhof. Hunderte, akkurat aufgestellte weiße Tafeln geben ein ungewöhnliches Bild ab. Die Sunset Cliffs ganz in der Nähe sind der beste Ort um den Sonnenuntergang zu genießen. Hier treffen sich die Leute mit Decken und Stühlen, um den Tag zu verabschieden.


Grenze zu Mexiko
Dieser Tipp ist nur etwas für Freaks – wie uns. 😉 San Diego liegt 20 km von der mexikanischen Grenze entfernt. Man kann Tagesausflüge nach Tijuana unternehmen. Uns hat aber die eigentliche Grenze mehr interessiert. Im Pazifischen Ozean endet der kilometerlange Zaun und dort befindet sich der U.S. Border Friendship Monument & International Park – kurz Friendship Park – wo sich mexikanische und amerikanische Familien und Freunde durch den Zaun sehen können. Am Wochenende kann man mit dem Auto bis an den Zaun fahren. Wir mussten wegen des durchweichten Bodens allerdings ein längeres Stück laufen und wurden mehrmals von der Border Control angehalten, während dazu noch die Helikopter über uns kreisten.


Unterwegs in San Diego
Dank unseres zentralen Hotels konnten wir viele Sehenswürdigkeiten zu Fuß erreichen. Parkplätze stehen immer zur Verfügung, wobei die Parkgebühren teilweise sehr hoch sind. Eine weitere Möglichkeit ist der Hop-On/Hop-Off Old Town Trolley. Die orange-grünen Wagen halten an 10 wichtigen Punkten und liefern während der Fahrt zahlreiche Erklärungen zur Stadt, die nicht vom Band kommen, sondern der Fahrer spricht persönlich mit seinen Gästen. So sind die Trolleys auch gut für eine Stadtrundfahrt geeignet. Infos dazu gibt es hier: www.trolleytours.com/san-diego


Hotel
The Sofia Hotel befindet sich in Downtown, ganz in der Nähe des Horton Plaza Parks und des Gaslamp Quarters. Früher war in dem alten Gebäude eine Postkutschen-Firma untergebracht. Jetzt gehört es zu den historischen Hotels Amerikas. Die Geschichte des Gebäudes kann man an den Lampen in den Fluren verfolgen. Unsere Queensize-Suite ist geräumig, schön eingerichtet und sauber. Mit der zentralen Lage ist es das perfekte Hotel um die Innenstadt zu erkunden. Ein ganz besonderes Gimmick sind die Yogastunden, die das Hotel kostenlos anbietet.


Fazit
San Diego ist toll! Die Stadt hat alles, was man braucht: Geschichte, Museen, Kultur, Flaniermeilen und schöne Plätze. Dazu kommen traumhafte Strände und das Meer. Hier ist alles unkompliziert, liegt nah beieinander und es für jeden etwas dabei. Außerdem ist San Diego kulinarisch reizvoll mit dem guten mexikanischen Essen und vielen kleinen Restaurants. Hier kann man locker eine ganze Woche verbringen, ohne dass Langeweile aufkommt. Nicht ohne Grund werden mittlerweile Non-Stop-Flüge von Frankfurt und Zürich in America’s Finest City angeboten.

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