Die verträumten, kleinen Inseln Sanibel & Captiva Island haben wir hinter uns gelassen. Unseren Roadtrip durch Florida setzen wir Richtung Norden an der Ostküste fort. Die folgenden zwei Tage verbringen wir in der Region Pinellas County/Tampa Bay Area.

Wir nehmen den Highway 275 Richtung Norden und befahren die beeindruckende Sunshine Skyway Bridge, die über die Tampa Bay nach St. Petersburg führt. Unsere Unterkunft haben wir auf der vorgelagerten Insel St. Pete Beach gebucht. Wir überqueren noch ein paar kleine Brücken, für die man ausreichend Kleingeld parat haben sollte und schnell wird klar, dieser Urlaubsort hat nichts mit den kleinen beschaulichen Inseln gemein, von denen wir uns gerade verabschiedet haben. Es ist bereits dunkel und die Neonreklamen der vielen Hotels erleuchten den Gulv Boulevard.

Unser Hotel ist nicht auf der Strandseite gelegen, sondern rechts des Boulevards an einer kleinen Bucht. Während wir gerade das Bay Palms Waterfront Resort mit den witzigen Delfin-Lampen erkunden, weckt ein merkwürdiges Schnauben unsere Aufmerksamkeit. Da schwimmt doch tatsächlich ein Delfin durch die kleine Bucht!

Delfin-Lampe

Am Morgen erwachen wir und irgendwas ist anders – die Sonne fehlt. 🙁 Wir lassen uns zunächst nicht von unserem Plan abbringen und fahren von St. Pete Beach über mehrere kleine Brücken zum Fort De Soto Park. Achtung, auf den Mautbrücken muss man passend mit Münzen zahlen und hat keine Wechselmöglichkeit. Wir kommen nur weiter, weil uns eine netter Autofahrer einen Quarter schenkt. 🙂 Für $5 Eintritt erhalten wir Zugang zu dem Park, der früher eine militärische Befestigungsanlage war. Jetzt bietet der Park schöne Sandstrände, einen Pier für Angler, Fahrrad- und Wanderwege und auch einen Kajak Trail. Am Vortag auf Captiva Island sind wir zum ersten Mal gepaddelt und haben viel Spaß daran gefunden. Diesmal sind wir auf uns allein gestellt, bekommen eine Karte mit Punkten, an die wir uns halten können und los gehts. Eine ganze Weile verbringen wir bei den Seekühen (Manatis). Eine taucht direkt neben unserem Kajak auf. Und auch hier springen wieder die Meeräschen aus dem Wasser. Delfine, die man auf der Tour oft zu sehen bekommt, zeigen sich heute leider nicht.

Das Wetter könnte schöner sein, aber es ist noch trocken. Der Kajakverleiher meint, dass es noch regnen wird. Im Sunshine State? Er soll Recht behalten. Doch solange es noch trocken ist, gehen wir zum Bay Pier und bestaunen die Strände. Da wir Fort De Soto besuchen, bevor wir überhaupt am Strand von St. Pete Beach waren, wissen wir noch gar nicht um die Besonderheit des Parkes. Hierher können sich die Urlauber zurückziehen, wenn der Trubel an den Hauptstränden zu viel wird. Besonders an diesem Park ist auch der Hundestrand. Bei uns ist es ja üblich, seinen geliebten Vierbeiner überall mit hinnehmen zu können – in den USA nicht. Hundestrände und Hotels, die Tiere erlauben, sind hier eine Besonderheit.

Wieder zurück in der Unterkunft, fängt es auch schon an zu regnen. Wir brauchen also ein Alternativprogramm. Gut, dass es in St. Petersburg das Dalí Museum gibt. Es ist nur 15 Fahrminuten entfernt. Parken kann man für $10 direkt am Museum. Im Eintrittspreis für $24 ist auch ein Audioguide enthalten, der uns in deutscher Sprache durch das Museum führt. Außerdem werden kostenlose Führungen angeboten. Schon das Gebäude ist – typisch Dalí – aus der Form geraten. Über eine Wendel-Treppe geht es hinauf zur Ausstellung, die die größte Dalí-Sammlung außerhalb Spaniens beherbergt. 96 Ölgemälde, Original-Zeichnungen und Fotografien des Surrealisten warten auf uns. Vom oberen Stockwerk hat man zudem noch eine schöne Sicht auf die Tampa Bay. Man muss unbedingt auch dem Garten einen Besuch abstatten. Gute 2 Stunden verbringen wir hier.

St. Pete Beach liegt auf einer schmalen Inselkette am Golf von Mexiko. Wenn man von hier der 699 State Road (Gulf Boulevard) weiter folgt, erreicht man die Orte Treasure Island und Madeira Beach. All diese Ferienorte haben einen wunderbaren breiten Sandstrand. Madeira Beach ist 7 Meilen von St. Pete entfernt. Hier haben wir für den Abend eine Sunset-Cruise gebucht, die aber im wahrsten Sinne des Wortes ins Wasser fällt. Wir spazieren also durch das John´s Pass Village – eine Flaniermeile mit vielen Geschäften.

Auf einem breiten Holzsteg am Wasser gelegen befinden sich mehrere Restaurants. Darunter auch ein Bubba Gump und so geht unser Tag leckere Shirmps futternd zu Ende.

Am nächsten Morgen ist es immer noch bewölkt, aber für einen kleinen Strandspaziergang reicht es allemal. Dann ziehen wir aber weiter. Eigentlich wollten wir in Clearwater noch das Marine Aquarium – ein Krankenhaus für Meeresbewohner – besuchen. Das schaffen wir aber leider nicht mehr, denn in Crystel River, unserem nächsten Ziel, warten Seekühe auf uns.

Fazit

Wir haben die Tampa Bay Area nicht an ihrem besten Tag besucht. Das Dalí Museum in St. Petersburg war wirklich interessant, ansonsten hat der viertgrößte Ort Floridas mich nicht großartig von den Socken gehauen. Auf den vorgelagerten Inseln am Golf von Mexiko gibt es wunderbare breite unendliche Sandstrände, genauso wie man sich Florida vorstellt. Nur leider kommt das bei schlechtem Wetter nicht so rüber. Ich kann auch nicht sagen, wie voll die Strände an guten Tagen sind. Auf jeden Fall handelt es sich um reine Urlaubs- und Badeorte mit zahlreichen Hotels und Vergnügungsmeilen. Wer Ruhe braucht, geht in den Fort De Soto State Park.

Unterkunft

Im Bay Palms Waterfront Resort hatten wir ein großes Apartment, das wohl eher für einen längeren Aufenthalt gedacht ist. Es war sehr sauber, aber nicht gerade modern eingerichtet. Die Lage an der kleinen Bucht fand ich recht schön und ruhig. Aber bei nur 2 Nächten wäre ein Hotelzimmer auf der Strandseite wahrscheinlich die bessere Wahl gewesen.

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